11. Februar 2016
Prüfauftrag zur Einrichtung von grünen Rechtsabbiegerpfeilen für Radfahrer/-innen

antrag radwege(Aus der Dewezet vom 10.02.2016)

 

Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Hameln hat am Montag, dem 08.02., einen Antrag eingereicht, um die Einrichtung von grünen Rechtsabbiegerpfeilen für den Radfahrverkehr prüfen zu lassen.

An mehreren Stellen in Hameln müssen Radfahrer vor einer roten Ampel warten, obwohl sie rechts abbiegen wollen und eigentlich auf einem Fahrradweg weiterfahren könnten, ohne andere zu gefährden. So warten an der Gröninger Straße vor dem Parkrondell häufig Radfahrer an der Haltelinie, obwohl sie lediglich in die Nebenfahrbahn der Erichstraße einbiegen wollen. Auch an der Sedanstraße ist der weiterführende und vom Kastanienwall getrennte Hochbord-Radweg gerade mal zwei bis drei Meter von der Ampelhaltelinie entfernt. Gleiches gilt an der Verlängerung der Kaiserstraße zur Hafenstraße, wo man als Radfahrer an der Ampel stehenbleiben muss, nur um ein paar Meter weiter den für den Radverkehr erst dort freigegebenen Bürgersteig mitbenutzen zu können.
 
„Radfahrerinnen und Radfahrer müssen an manchen Stellen minutenlang völlig sinnlos inmitten von Abgasen und im toten Winkel manches LKWs stehen. Ich habe volles Verständnis dafür, wenn das der eine oder andere als Zumutung empfindet und sich darüber hinwegsetzt, indem er völlig gefahrlos die rote Ampel ignoriert oder sie auf dem Bürgersteig umfährt. Doch wäre das überhaupt nicht notwendig, würde man den Radfahrern dort das Abbiegen bzw. Weiterfahren auch bei roter Ampel erlauben,“ erläutert Fraktionsvorsitzender Lars Reineke das Ziel des Antrags.
 
„Die Stadt hat viel Aufwand für wegweisende Verkehrsschilder getrieben, um Radfahrer um solche Strecken herumzulotsen, die sie in Hameln zu ihrer eigenen Sicherheit besser nicht befahren sollten. Höchste Zeit, dass ein wenig mehr dafür getan wird, Radfahrern den Weg durch Hameln ohne unnötige Verzögerung zu ermöglichen,“ so Reineke weiter.
 

Sein Kollege Peter Kurbjuweit wiederum weist auf die positiven Effekte einer solchen Regelung hin: „Wenn Radfahrerinnen und Radfahrer an solchen Knotenpunkten nicht mehr warten müssen, verringern sich die Räumzeiten während der Ampelphasen. Davon profitiert der Autoverkehr gleichermaßen.“ 

Lars Reineke stimmt dem zu und ergänzt abschließend: „Mehr Radverkehr bedeutet immer auch eine Entlastung für die Autofahrer. Je mehr Menschen auf dem Fahrrad unterwegs sind, desto seltener stehen diejenigen im Stau, die wirklich auf das Auto angewiesen sind. Hameln sollte daher sehr viel stärker auf den Radverkehr setzen und - wie bereits andere Städte - erkennen, dass die autofreundliche Stadt ein Irrweg ist.“

Antrag im Original

 

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