06. August 2017
Sozialer Wohnungsbau und soziale Ungleichheit

Sozialer Wohnungsbau und soziale Ungleichheit

In keinem Land in Europa (mit Ausnahme Englands) ist die soziale Ungleichheit in den letzten Jahren so stark gewachsen wie in Deutschland. Viele Städte sind von dieser Ungleichheit geprägt und Elend und Armut zeigen sich inzwischen in vielen Stellen in Deutschland.
Besonders ist hierbei hervorzuheben, das einmal die Ungleichheit des Kapitals und Vermögens, was z.B. Immobilienwerte betrifft, deutlich höher ist als die Ungleichheit der Einkommen. Genauso muss betrachtet werden das Kapitaleinkommen, unter die auch Mieten fallen, ungleicher verteilt sind als Arbeitseinkommen und im Verhältnis zu Arbeitseinkommen immer mehr zunehmen. Ebenso sind sie je höher man in der Einkommenspyramide aufsteigt häufiger anzutreffen.

Hier spielt der soziale Wohnungsbau eine zentrale Rolle. Denn in den letzten Jahren hat Deutschland mit steigenden Immoblienpreisen und damit auch mit wachsenden Mieten zu bekämpfen. Die Mieten belasten die Schwächsten der Gesellschaft am meisten und fressen große Teile ihres Einkommens auf, ebenso verdrängen sie Gering- und Normalverdiener aus vielen Gegenden in denen fast nur noch Luxuswohnungen gebaut werden.
Durch den Ausbau von Sozialwohnungen in großer Zahl (die Zahlen die von der Partei vorgeschlagen werden liegen in der Regel um die 250.000 im Jahr und Statistiken gehen davon aus das um die 2.000.000 benötigt werden), kann dem entgegengetreten werden. Einmal werden den Geringverdienern bezahlbare Mieten angeboten (es bleibt dann mehr Geld für Bildung und Essen z.B. übrig) und zweitens wird damit die allgemeine Mietpreiserhöhung zurückgehen, da die vielzahl an neuen und preiswerten Wohnungen die Konkurrenten dazu zwingt mitzuziehen. 

Eine weitere Idee wäre es, um die Macht der Vermieter zu brechen und gleichzeitig die Ungleichverteilung von Vermögen und Kapital zu verringern, das der Staat, Mietern von Sozialwohnungen nach einpaar Jahren in dem sie darin wohnten, diese zum Kauf anbietet und das zu ermäßigten Preisen, von sagen wir mal 50% des normalen Preises. In Großbritannien hat ein solches Programm einen großen Erfolg dabei gehabt die Mittelschicht und die untere Mittelschicht mit Vermögenswerten und Eigenheimen zu versorgen. 
Gleichzeitig sorgt es für eine Umverteilung der Einkommen von den Vermietern zu den Mietern, was einer direkten Erhöhung der Arbeitseinkommen am Volkseinkommen gleichkommt.
Damit aber nicht die Ungleichheit innerhalb der mittleren und unteren Schichten dadurch gesteigert wird, muss es gleichzeitig immer deutlich mehr staatliche Sozialwohnungen geben als Private, damit diese trotzdem noch überwiegen.

Der soziale Wohnungsbau ist also ein Instrument das man bei der Bekämpfung von sozialer Ungleichheit nicht vergessen darf!

Felix Mönkemeyer

 

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