09. Oktober 2014
Nord Süd Stromtrasse - Netzausbau ja, aber so nicht

 

Die Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann stellt im Interview vom 8. Oktober 2014 bei radio-aktiv heraus, dass die Verägerung der Bürgerinnen und Bürgern aus einer ökologischen und ökonomischen Perspektive mehr als berechtigt sind. Absehbar war ein hoher Frustrationsgehalt schon bei der Abstimmung im Bundestag vergangenen Jahres. Die geplante Nord Süd Stromtrassenerweiterung ist Bestandteil des neoliberalen Großprojekts der Energiewende, wie im  Koalitionsvertrag der Großen Koalition vereinbart. Die Fraktion DIE LINKE im Bundestag stimmte gegen das Vorhaben und lehnt einen Netzausbau im Sinne der Profitmaximierung ab. Weiterhin fordert DIE LINKE als Alternative eine dezentrale Stromversorgung.

 

Zusammenfassung des Positionspapiers des Arbeitskreiss II, Struktur- und Regionalpolitik (MdB Ralph Lenkert, umweltpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion):

Der gegenwärtig festgestellte Netzausbaubedarf bei den Übertragungsnetzen ist in seinen Ausmaßen nicht nachvollziehbar und muss deshalb gestoppt werden. In der Netzplanung muss im Sinne der ökologischen Energiewende die Stilllegung von konventionellen Kraftwerken endlich einbezogen werden. Das Stromsystem muss so dezentral wie möglich und nur so zentral wie nötig konzipiert werden. Der Netzplanung müssen aktuelle Daten und realistische Bedarfe zu Grunde liegen. In die langfristige Planung müssen die Potentiale und Flexibilität der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), der Verknüpfung des Wärmenetzes mit Stromnetzen und von regionalen Energiespeichern einbezogen werden. Die Übertragungsnetze müssen vergesellschaftet werden, damit kein Profitinteresse mehr beim Bau von Stromleitungen bestehen kann. Die Netzentgelte müssen bundesweit einheitlich umgelegt werden. Große Stromerzeuger müssen an den Netzkosten beteiligt werden. Nur unter diesen Rahmenbedingungen dienen die Netze der Energiewende, können die Kosten sozial fair gewälzt werden und kann letztendlich Akzeptanz für tatsächlich notwendigen Netzausbau

 

 

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