13. Februar 2015
Im Gespräch über Gesundheitspolitik

Das Krankenhauswesen leidet heute unter einer chronischen Unterfinanzierung. Geschuldet dem politischen Systemwechsel hin zu Fallpauschalen (DRG's). Eine menschenwürdige Gesundheitsversorgung rückt damit zunehmend in den Hintergrund.

So schlägt bspw. die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) ALARM, in der alle niedersächsischen Krankenhäuser mit ihren 41.000 Betten zusammengeschlossen sind. Dabei sind die Einrichtungen zugleich bedeutende Arbeitgeber in Niedersachsen. Hier sind über 90.000 Menschen in verschiedenen Berufen tätig, deren Arbeitsbedingungen sich zunehmend verschlechtern, was auch Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung zeitigt. Eine menschenwürdige Versorgung bleibt dabei auf der Strecke. Denn die gewinnwirtschaftliche Ausrichtung im Krankenhauswesen kann den Erfordernissen einer zwischenmenschlichen Fürsorge (Versorgung) nicht gerecht werden.

Betroffene Menschen protestieren zunehmend gegen die eingeleitete Privatisierung des Gesundheits- und Krankenhauswesen.

So gingen bspw. in Springe Ende 2014 viele Bürgerinnen und Bürger auf die Straße, um für den Erhalt ihres Klinikums zu protestieren. Denn mit dem Beschluss auf Landesebene über die Medizinstrategie 2020 im Dezember 2014, wurde auch die Schließung des Klinikums in Springe eingeleitet. Dieser Standort bleibt noch als Notfallklinik bis zur Findung einer alternativen Notversorgung bestehen. Dabei existiert bis heute noch kein entsprechendes Notfallkonzept, was erhebliche zusätzliche Kosten verursacht.

Als LINKE. und als Bundestagsfraktion DIE LINKE. fordern wir eine wohnortnahe, moderne, Zukunft fähige, und ausreichend finanzierte Gesundheitsversorgung, die den Menschen in den Vordergrund stellt, und nicht die Profitmaximierung von Privaten. Dies hat der Landesparteitag am 7. und 8. Februar 2015 auch im Leitantrag bekräftigt.

 

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