03. Juni 2015
Besuch im Nordstadttreff

Wo Integration nicht nur ein Wort ist


integrationJutta und Daniel waren am vergangen Donnerstag zu Besuch im Nordstadttreff in der Heinestraße in Hameln. Der Nordstadttreff ist ein vom Mehrgenerationenhaus organisierter Treffpunkt für die Kinder aus dem Quartier Heinestraße. In einer von der HWG bereitgestellten Wohnung bekommen die Kinder unter der Woche neben einem Mittagessen auch Hilfe bei den Hausaufgaben und haben dort einen Platz wo sie gemeinsam spielen und Spaß haben können.

Als wir in den Nordstadttreff kamen, wurden wir gleich von einer Schar von Kinder freudestrahlend begrüßt. Freundlich stellten sich die Mädchen und Jungs vor, die aus den unterschiedlichsten Kulturen stammten. Diese herzliche Begrüßung war schon beeindruckend. Als uns Bärbel Meurer als Verantwortliche herum führt, wurde schnell klar, was diese Einrichtung leistet. Nicht nur in der Kinderbetreuung sondern als Ort der Integration für das gesamte Quartier. Es war wirklich toll zu sehen, wie schön die Kinder miteinander umgegangen sind und es keinerlei Rolle gespielt hat, welche Hautfarbe sie haben oder wie gut ihr Deutsch schon war. Alle zusammen haben gegessen, Hausaufgaben gemacht, sich dabei gegenseitig geholfen und hinterher zusammen gespielt. Das einzige was zählt ist, ob man nett ist und sich in die Gruppe einbringt oder nicht.

Dieses Denken, was die Kinder dort vorleben, gilt es zu bewahren. Auch über die Kindheit hinaus. Das Nordstadttreff lebt dieses Zusammengehörigkeitsgefühl voll und ganz. Das wirkt sich auch auf die Eltern der Kinder aus und somit auf das gesamte Quartier, wie Frau Meurer zu berichten weiß.

Wie so oft gibt es da wo es Sonne gibt aber auch Schatten. Die Finanzierung solch toller Projekte und Einrichtungen sind immer mit Schwierigkeiten verbunden. Das muss geändert werden. Es bedarf eines Umdenkens in der Politik um solche für die Gesellschaft wertvollen Orte zu festigen. Die Aktiven sollen ihre Kräfte nicht darauf verwenden müssen, sich permanent um die Finanzierung sorgen zu müssen sondern ihrer eigentlichen Aufgabe zuwenden. Das wird an so vielen Stellen immer wieder deutlich, dass dieses Problem von der Politik nicht länger ignoriert werden darf. Es reicht nicht politisch über Nachhaltigkeit zu reden und sie von anderen einzufordern. Wir, als LINKE jedenfalls, werden unser Möglichstes tun um die Situation für solche Institutionen zu verbessern.

 

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