Weserversalzung
29. September 2015

K+S versucht sich von der Wasserrahmenrichtline zu distanzieren

ks werraversalzung
PRESSEMITTEILUNG 
der Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.

 

Die Katze ist aus dem Sack

Das Unternehmen K+S will überprüfen lassen, ob es überhaupt an einen Bewirtschaftungsplan für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie gebunden ist.


Die Mitgliedsstaaten der EU sind verpflichtet, für ihre Gewässer Bewirtschaftungspläne für die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie vorzulegen. Die Ziele der Richtlinie verlangen, die Gewässer bis 2015, spätestens bis 2027 in einen "guten ökologischen und chemischen Zustand" zu versetzen.

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02. September 2015

Interview mit Dr. Walter Hölzel zur Weserversalzung

nachbericht

Hagen Wolf von Radio Aktiv im Interview mit Dr. Walter Hölzel, Vorsitzender der Werra-Weser-Anrainerkonferenz

 
03. August 2015

Informationsveranstaltung zur Weserversalzung

Die Veranstaltung findet auf Grund unglücklicher Umstände jetzt in den Räumen von Radio AKtiv statt!

 

Der Kreisverband DIE LINKE. Hameln-Pyrmont gibt sich nicht zufrieden mit den aktuell diskutierten Lösungsansätzen hinsichtlich der Werra- und Weserversalzung. Die Übernahmepläne von K&S durch die kanadische Firma Potash sowie der Verstoß gegen das Verschlechterungsgebot gemäß der EG-Wassrahmenrichtlinie (WRRL) verschärft die Debatte um das hessisch-thüringische Kalirevier.

 

Wir laden deshalb ein zu einer kritischen Bestandsaufnahme, und freuen uns auf Beiträge und einer anschließenden Diskussion mit:

- Ralph Lenkert, MdB, Umweltpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

- Dr. Walter Hölzel, Vorsitzender der Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.

- Lothar Wolters, Arbeitsgemeinschaft der Fischereigenossenschaft

- Stefan Wenzel (angefragt), Umweltminister Niedersachsen

- Jutta Krellmann, MdB, Sprecherin für Arbeit, Mitbestimmung, Gewerkschaftspolitik der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

 

 

Weitere Informationen

Wasser in Not: Homepage der Bürgerinitiative aus Gerstungen

Bürgerinitiative Weserbogen

Drohende Übernahme: Bundesregierung soll Salzkonzern retten, (Spiegel Online, 29.07.2015)

Einladung herunterladen

 
18. Februar 2015

Pressemitteilung der Werra-Weser-Anrainerkonferenz

S t r a f a n z e i g e  w e g e n  G e w ä s s e r v e r u n r e i n i g u n g


Die Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V. hat bei der Staatsanwaltschaft Kassel eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung erstattet.
Hintergrund ist die fortgesetzte Verpressung industrieller Abwässer in den Untergrund durch das Unternehmen K+S Kali GmbH.


Dieser Entsorgungsweg ist seit Jahren umstritten, weil bekannt ist, dass die verpressten Abwässer nicht im Untergrund verbleiben, sondern in die Grundwasser- und Trinkwasserstockwerke aufsteigen. Die Erlaubnis für die Laugenverpressung ist im Jahre 2011 bis 2015 nur unter Auflagen verlängert worden: K+S musste bis Ende 2013 nachweisen, dass eine Beeinflussung des Grundwassers ausgeschlossen ist. Diesen Nachweis hat das Unternehmen bis heute nicht erbracht. Schon damals hat die Möglichkeit bestanden, die Erlaubnis zur Laugenverpressung zu widerrufen, die hessischen Behörden haben diese Möglichkeit zum Schutz des Grundwassers jedoch nicht genutzt. In einer fachlichen Stellungnahme vom 10. Juli 2014 stellt das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) fest, dass große Grundwasservorkommen durch die Laugenverpressung geschädigt worden sind. Die Gefährdung weiterer Trinkwassergewinnungsanlagen, auch die der Heilquellen in Bad Hersfeld, wird nicht mehr ausgeschlossen. Unter diesen Bedingungen lassen das europäische und das deutsche Wasserrecht keine Alternative zu: die Verpressung der Abwässer hätte nach unserer Einschätzung zwingend und unverzüglich eingestellt werden müssen. Trotzdem hat die K+S Kali GmbH die umstrittene Entsorgungsmaßnahme weiter betrieben und die hessischen Behörden haben nicht die nötigen und möglichen Schritte zum Schutz des Grundwassers unternommen. Stattdessen ist die Stellungnahme des HLUG unter Verschluss gehalten worden.


Dr. Walter Hölzel
Vorsitzender Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.
fon 05545-95 01 08
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Die Pressemitteilung als pdf finden sie hier

 

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